TEXTBLATT – Max Stirner

Ich singe, weil ich ein Sänger bin. Euch aber gebrauche ich dazu, weil ich Ohren brauche. Wo man die Welt in den Weg kommt und sie kommt mir überall in den Weg. Da verzehre ich sie, um den Hunger meines Egoismus zu stillen.

Der Entschluss in mir stand fest, einen Teil meiner Lebensarbeit an die Erforschung dieses gänzlich verschollenen Daseins zu setzen.

Wie John Henry Mackay geht es wenig später vielen seiner Zeitgenossen. Sie sind elektrisiert von der Stirne Lektüre, so etwa der Schriftsteller Oscar Panza.

Und es dann Nietzsche gegeben hat. Ob Nietzsche der einzige und sein Eigentum gelesen hat oder nicht, sei dahingestellt. Jedenfalls erfährt Max Stirners Buch Ende des 19. Jahrhunderts eine Renaissance, ein Interesse, das ihm zu Lebzeiten vorenthalten geblieben ist, ausgelöst durch die Entdeckung des jungen John Henry Mackay im Britischen Museum.

Ja, er war zumindest ein Faktor, der zu dieser Renaissance gehört. Sage es mal so, als ob er sie wirklich ausgelöst hat, ist schwierig. Also es wird zeitgenössisch immer darüber gesprochen, dass die günstige Reclam Ausgabe von 1892 eine Rolle spielte. Allerdings wurde gemeinhin Mackay als Stirner entdeckt, auch akzeptiert.

By Heinz Duthel

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Author: Apotheker Verlag

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