Gesetzliche Aktien-Rente? Was dann? | mal angenommen – tagesschau-Podcast



Mal angenommen es gibt eine gesetzliche Aktienrente. Steigt dann für alle die Rente? Was passiert beim Börsencrash? Wer profitiert am Ende davon und wo wird das viele Geld investiert? Ein Gedankenexperiment.

Den Podcast gibt’s auch in der ARD-Audiothek:

Quellen

Der schwedische Staatsfonds 

Interview mit dem Chef des schwedischen Staatsfonds, Die ZEIT 

Was wäre wenn wir Schweden wären, Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik 

Das Rentensystem in Schweden, Friedrich-Ebert-Stiftung 

„Die Krux mit der Schweden-Rente“, GDV 

Finanzentwicklung, Deutsche Rentenversicherung 

Studie zur Rendite in der Gesetzlichen Rentenversicherung, DIW/Hans-Böckler-Stiftung 

Altersvorsorge – wer trägt die Risiken, Deutsche Rentenversicherung 

Rentenvergleich, OECD 

Neustart in der Rentenpolitik, Hans-Böckler-Stiftung 

Demographischer Wandel
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Author: tagesschau

6 thoughts on “Gesetzliche Aktien-Rente? Was dann? | mal angenommen – tagesschau-Podcast

  1. Schlecht recherchiert… ihr solltet euch tiefer in die Materie einarbeiten bevor ihr zu dem Urteil kommt, dass davon kaum einer profitiert. Wie kann man bei den 11% die in Schweden erwirtschaftet werden sagen, dass man mit den 3% der deutschen Rente zufrieden ist. Der Draw-Down von 30% in Crashs wird erwähnt, aber nicht dass dieses Minus in kurzer Zeit wieder ins Plus dreht. Verluste hat man nur wenn man sie realisiert. Mich nervt diese ablehnende Grundhaltung gegen das Thema….

  2. Man muss aber auch sagen, dass das aktuelle Rentensystem ebenfalls sehr viele Steuergelder verschlingt: im Jahr 2017 wurden 91 Milliarden Euro aus Steuereinnahmen genutzt um die Rente quer zu finanzieren. 2019 waren es schon 100 Milliarden Euro. Tendenz weiterhin steigend.
    Wie das Umlagesystem auf eine Rendite von 3% kommen soll ist mir nicht klar. Woher soll der Wertzuwachs kommen, wenn das Geld einfach von Unternehmen und Arbeitnehmer zum Rentner geschaufelt wird? Geht es dabei um das Geld, das ein Rentner aufgrund der höheren Lebenserwartung mehr herausbekommt als er eingezahlt hat? Gelten diese 3% insgesamt oder pro Jahr? Wenn man eine Inflationsrate von ca. 2% pro Jahr berücksichtigt, sehen diese 3% plötzlich schon gar nicht mehr so gut aus.
    Ein weltweit gestreutes Aktienportfolio macht im Durchschnitt etwa 7% pro Jahr (Beispiel: ETF auf MSCI World). Dabei sollte man auf keinen Fall den Zinseszins-Effekt unterschätzen. Dadurch steigt das angesparte Kapital über einen längeren Zeitraum enorm an.

    Beispiel: Es werden monatlich 50€ gespart und mit 7% pro Jahr verzinst. Nach 20 Jahren hätte man schon knapp 25.000€ angespart, davon 13.000€ allein durch Zinsen. Nach 40 Jahren hätte man schon 120.000€, davon 96.000€ durch Zinsen. Bei einem Rentenfaktor von 25€/10.000€ (im Moment durchaus realistisch) käme man auf eine zusätzliche monatliche Rente von 300€. Damit lässt sich dann schon etwas anfangen, obwohl man nur 50€ im Monat eingezahlt hat.
    Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 25,8 Millionen Rentner. Wenn jetzt statt der Aktienrente der Staat monatlich an jeden Rentner 300€ aus Steuergeldern zahlt, wären das rund 93 Milliarden Euro im Jahr. Also enormes Potential zur Einsparung.

    Es ist auch klar, dass eine Aktienrente unser momentanes demographisches Problem nicht sofort lösen kann, aber wenn wir jetzt nicht anfangen, bleibt uns das Problem einfach erhalten. Bestenfalls hätten wir natürlich schon vor 40 Jahren damit angefangen, um die Boomer jetzt zu versorgen.
    Aus meiner Sicht macht eine aktienbasierte Rente sehr viel Sinn, da der Wertzuwachs über einen langen Zeitraum enorm und das Risiko sehr gering ist. Sie sollte das bisherige Umlagemodell nicht komplett ersetzen, aber als zusätzlicher Baustein wäre sie nützlich.

  3. Danke für Euren Podcast! 🙂

    Ein Vorschlag. Mal angenommen eine gute Grundrente für Alle wird über Steuern finanziert.

    Kann man auch gut für die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung durchdenken. 🙂

  4. Ich verstehe nicht so richtig, wie man auf die Idee kommen kann für 2,5% ein zweites System einzuführen. Entweder glaubt man dran und macht es zu einem großen Teil oder eben gar nicht. Was sollen einem denn bitte die 2,5% bringen selbst wenn sie gigantisch durch die Decke gingen und verdoppeln würden? Dann hätte man eine Rente von 102,5% wie ohne dieses Zusatzsystem.

    Aus meiner Sicht haben wir in Deutschland einfach das riesen Problem der Versprechungen aus der Vergangenheit. Es wird nun immer mehr Rentner geben, die haben auch noch viel längere Zeiten der Rentenauszahlung während die einzahlende Menge an Leuten geringer wird und eher weniger Jahre einzahlt, da man später anfängt zu arbeiten und zwischendrin Lücken hat. Die paar Monate hinten dran mehr wiegen das wohl kaum auf. Mir fehlt die Kreativität wie man vom Umlagesystem weg kommen soll, da dort ja für die Rentner die hohen Versprechungen ausgezahlt werden müssen, während man gleichzeitig ein aktienbasiertes/kapitalgedecktes Rentensystem aufbaut. Kann doch nur gehen indem die aktuell Einzahlenden und Steuerzahlenden beide Systeme bezahlen. Dabei ist es jetzt ja schon schwierig und wird in den nächsten Jahren noch schwieriger allein nur die zugesagten Renten auszuzahlen.

    Man muss sich einfach mal ganz grob verdeutlichen:
    Wenn man 40 Jahre einzahlt und 10 Jahre raus bekommt, kann man ja einfach sagen man müsste in den 40 Jahren immer 1/5 des Gehalts zur Seite legen, dann hätte man 50 Jahre lang 80%.
    Wenn man nun aber weiterhin 40 Jahre einzahlt aber 20 Jahre rausbekommen will? Ja, dann wirds eng. Und das ist heute schon der Fall. Das geht dann wenn 2 Personen einzahlen und 1 zur gleichen Zeit rausnimmt.
    Nur jetzt kippt es doppelt nämlich wenn die beiden Einzahler nun ihre 20 Jahre Rente bekommen möchten aber nicht 4 sondern nur noch 1 Einzahler da ist.

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