„Den nächsten großen Krieg verhindern“ – 27. Rosa-Luxemburg-Konferenz kämpft für Frieden (Teil 1)




https://snanews.de/20220115/den-naechsten-grossen-krieg-verhindern-5013432.html„Den nächsten großen Krieg verhindern“ – 27. Rosa-Luxemburg-Konferenz kämpft für Frieden (Teil 1)„Den nächsten großen Krieg verhindern“ – 27. Rosa-Luxemburg-Konferenz kämpft für Frieden (Teil 1)Nun doch online: Der Seufzer ist nicht nur beim Organisationsteam, bei den vorbereiteten Referentinnen und Referenten sowie beim gespannten Publikum laut… 15.01.2022, SNA2022-01-15T12:00+01002022-01-15T12:00+01002022-01-15T12:00+0100russlandchinajulian assangedie linkenatokonferenzrosa-luxemburg-konferenz januarjeremy corbyn/html/head/meta[@name=”og:title”]/@content/html/head/meta[@name=”og:description”]/@contenthttps://cdnn1.snanews.de/img/07e6/01/0e/5013403_0:160:3073:1888_1920x0_80_0_0_356c5d5368b8040945cdf889e99175d0.jpgLange kämpften die Organisatorinnen und Organisatoren der „jungen Welt“ (jW) darum, dass unter strengsten Hygiene-Auflagen endlich 2022 die „Rosa-Luxemburg-Konferenz“ (RLK) in der Berliner Max-Schmeling-Halle stattfinden würde. Doch im Dezember des frisch vergangenen Jahres zeichnete sich die Gewissheit zusehends ab:Vergebens – wie schon letztes Jahr musste das Ereignis coronabedingt ins Internet ausweichen.Einziges Trostpflaster für alle: Aus den Erfahrungen von 2021 konnte man lernen und so dieses Mal eine Veranstaltung im Foyer des „jungen Welt“-Verlags in der Torstraße bieten, die sich in puncto Professionalität und Struktur durchaus sehen lassen kann.Der Schwerpunkt der 27. RLK-Auflage war hingegen weniger erbaulich: Angesichts überall schwelender und ausbrechender Konflikte auf allen Kontinenten stand die Kriegs-, oder besser, die Friedensfrage im Fokus. Nicht nur das Säbelrasseln der Nato an der russischen Westgrenze wird lauter, sondern auch die Spannungen im Südchinesischen Meer gegenüber der anrainenden Volksrepublik nehmen zu. Zudem gibt es die Krisenherde in Afghanistan, Äthiopien, Jemen, Syrien, Westafrika und anderswo, die Millionen von Menschen zu Vertriebenen machen. Die Corona- wie die Klima-Problematik tut ihr übriges. So lautete das Motto dieses Jahr:„Krieg und Leichen – die letzte Hoffnung der Reichen: Hände weg von Russland und China!“Eine Stimme aus Russland beginnt klar und deutlichNach der Einleitung durch die Schauspielerin und Aktivistin Esther Zimmering und den Verlagsleitungsstellvertreter Sebastian Carlens begann die Konferenz musikalisch mit dem „Skazka Orchester“ sowie einem Kunst-Exkurs. Dann ging das Wort an einen Russen – Dmitri Nowikow, stellvertretender Vorsitzender der Kommunistischen Partei Russlands, sprach mit Simultanübersetzung über die aktuellen Gefahren für sein Mutterland und die Welt.Anfangs wiederholte er mahnend die Worte des UN-Generalsekretärs António Guterres über die aktuell größten Kämpfe für die Menschheit: die Pandemie, wachsende Ungleichheit und den Klimawandel. Konflikte und Spannungen rund um den Globus schufen weitere Sorgen für die Weltgemeinschaft, denn so bilde sich um die Volksrepublik China „herum ein Konfliktbogen, in der Ukraine fließt Blut, in Äthiopien herrscht Krieg“. Im aktuell innerpolitisch erschütterten Kasachstan könne zudem eine Situation wie nach 2014 in der Ukraine entstehen, in der der Westen versucht, die Lage für sich auszunutzen und sich in Stellung zu bringen – nicht nur gegen Russland.Unter dem Vorwand der Menschenrechte versuchen besonders die USA und ihre Alliierten – unter anderem Tonga, Kolumbien oder die Philippinen, wo jene Rechte stark eingeschränkt sind – „die Welt zu retten“. Nowikow sieht hier vor allem transnationale Konzerne als treibende Kraft des Westens, den schon in der Pandemie gestiegenen Profit durch Aggressionen auf „Kosten der Armen“ in der Welt zu mehren. Sein Fazit: Die Globalisierung habe die Welt weder sicherer noch besser gemacht.Neuer Kalter Krieg, Wirtschaftskraft Vertreibung und Frieden mit RusslandAnschließend folgte ein zugeschaltetes Referat mit Fiona Edwards von der Kampagne „No Cold war“ über die zunehmend offeneren westlichen Aggressionen gegen die Volksrepublik China. Danach sprach Lucia Pradella über die wirtschaftliche Rolle afrikanischer Flüchtlinge, die teilweise als Sklaven in Libyen angeboten werden, für die Wirtschaft der Europäischen Union.Nach einer Pause mit Kultur und Erinnerung führte Carlens vor Ort ein Interview mit Franz Haslbeck vom „Anti-Siko-Bündnis“. Es organisiert jedes Jahr Proteste gegen die „Münchner Sicherheitskonferenz“ im Februar, die in seinen Augen eine „Nato-Kriegsvorbereitung unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ darstelle. Denn nur seltene, explizite Einladungen erlauben die Teilnahme am Treffen von Vertretern aus Rüstungsindustrie, Militär, Wirtschaft und Politik. Angesichts der Spannungen in Osteuropa fasst Haslbeck zusammen:Deutschlands Jugend gegen den Kriegskurs der BundesregierungDem Interview Haslbecks schlossen sich drei weitere Veranstaltungspunkte an: Zuerst eine Gesprächsrunde zum 50. „Jubiläum“ des sog. „Radikalenerlasses“ in der Bundesrepublik; dann ein Interview mit einem afroamerikanischen Journalisten zur Situation des Gefängniswesens in den USA und dem herrschenden Kapitalismus, einem „System, das nach Krieg“schreie; und zuletzt ein Gespräch mit dem ehemaligen bolivianischen Präsidialminister unter Evo Morales, Juan Ramón Quintana, zum Kampf der USA und rechter Kräfte gegen Demokratiebewegungen in Südamerika.Ein kleiner Höhepunkt für besonders jüngere Zuschauer war sicher das Jugendpodium, das die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) moderierte. Neben einem eigenen Vertreter aus dem Bundesvorstand waren noch eine Landessprecherin der Linksjugend „Solid“ und eine Bundesvorstandsvertreterin der türkischstämmigen Föderation der Demokratischen Arbeitervereine (DIDF) anwesend. Gemeinsam diskutierten sie die Auswirkungen der letzten Bundestagswahl sowie den Kurs der Ampel-Koalition für die deutsche Jugend.Man war sich einig, dass der Jugend mit Deutschlands Aufrüstung, dem verschobenen Atomausstieg, der mangelnden Förderung des Bildungswesens und der Mobilisierung gegen Russland keine Perspektiven geboten werden. Dagegen müsse man sich in Betrieben und Schulen gemeinsam organisieren. Für die „Solid“ in Berlin laute eine Gefahr, dass der Volksentscheid zur „Enteignung von Deutsche Wohnen und Co.“ unter der neuen Berliner Landesregierung „in der Schublade verschwinden“ könne. Und das sei der Grund gewesen, mit der Berliner Linkspartei zu brechen und sich der R2G-Koalition entgegen zu stellen.Sanktionen, Assange, Menschenrechte – die Rolle der westlichen MedienNach einem kurzen Kulturprogramm, geleitet von der Zeitschrift „Melodie & Rhythmus“, standen zwei Referenten zu dem Thema „Gleichschaltung der Medien: Manipulation vor Information“ bereit. Aufgrund technischer Probleme konnte sich der zweite Referent – niemand anders als der ehemalige britische Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn – erst später zuschalten. So begann die libanesisch-US-amerikanische Journalistin Rania Khalek ihren informierenden Vortrag zur Rolle der Medien in den Vereinigten Staaten.Diese seien überwiegend im Besitz einiger weniger Milliardäre und auf einer Linie mit dem US-Außenministerium, schwiegen deshalb zur schädlichen Sanktionspolitik des Landes gegen andere Staaten wie Venezuela, Kuba, China oder Russland. Stattdessen übernähmen sie unkritisch die Begründungen der USA, dass das Land ein „Kampf der Menschenrechte“ führe und gaben auch noch den Opfern der verheerenden Außenpolitik die Schuld.Nachdem die technischen Probleme gelöst waren, kam endlich der ehemalige Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn mit einem kurzen Referat zu Wort. Für ihn war die Niederlage seiner Partei in Großbritannien 2019 eine Folge der Berichterstattung durch die Medien, weil jene den Fokus auf die Kritik Corbyns an der „Apartheids-Politik“ Israels im Westjordanland und dem Gaza-Streifen legten und es als Antisemitismus deuteten. Dazu sagte er:Gleichzeitig ignorierten sie wichtige Themen wie die Einschränkung der Informationsfreiheit, hier nannte er die britische Behandlung des in Isolationshaft befindlichen Julian Assange, an dem ein Exempel für alle Whistleblower statuiert werden solle. Oder aber die Privatisierung der staatlichen Gesundheitsversorgung NHS in Großbritannien, während Pharmaunternehmen weltweit in der Corona-Pandemie erlaubt wurde, ihre Profit-Maximierung voranzutreiben.Für Corbyn ist es essentiell, dass es nicht zu einem neuen Kalten Krieg komme, weshalb der Dialog der Nato mit Russland und China vorangetrieben werden müsse. So sollen Menschenrechte geschützt, nukleare Abkommen zur Abrüstung erneuert und Flüchtlinge, die durch die vor allem vom Westen geschürten Konflikte ihre Heimat verlassen mussten, endlich Asyl finden. Gegenüber letzteren hätten besonders britische Medien in den letzten Jahren immer größere Hetzkampagnen geführt, anstelle nach den Ursachen zu schauen.https://snanews.de/20220109/von-links-bis-raetselhaft–liebknecht-luxemburg-demo-vereint-auch-2022-politische-linke-deutschlands-4944500.htmlhttps://snanews.de/20210306/die-freiheit-und-die-andersdenken–zum-150-geburtstag-von-rosa-luxemburg-1162365.htmlrusslandchinaSNA info@snanews.de+493075010627MIA „Rosiya Segodnya“ 2022Nachrichtende_DESNA info@snanews.de+493075010627MIA „Rosiya Segodnya“ https://cdnn1.snanews.de/img/07e6/01/0e/5013403_170:0:2901:2048_1920x0_80_0_0_ad96911231a94a6e564a17cf6bace82f.jpgSNA info@snanews.de+493075010627MIA „Rosiya Segodnya“ russland, china, julian assange, die linke, nato, konferenz, rosa-luxemburg-konferenz januar, jeremy corbynNun doch online: Der Seufzer ist nicht nur beim Organisationsteam, bei den vorbereiteten Referentinnen und Referenten sowie beim gespannten Publikum laut gewesen. Am zweiten Januarsamstag fand die 27. Auflage der „Rosa-Luxemburg-Konferenz“ statt. Schwerpunkt war die aktuelle Aggression des Westens gegen Russland und China. SNA sammelte Höhepunkte.Lange kämpften die Organisatorinnen und Organisatoren der „jungen Welt“ (jW) darum, dass unter strengsten Hygiene-Auflagen endlich 2022 die „Rosa-Luxemburg-Konferenz“ (RLK) in der Berliner Max-Schmeling-Halle stattfinden würde. Doch im Dezember des frisch vergangenen Jahres zeichnete sich die Gewissheit zusehends ab:Vergebens – wie schon letztes Jahr musste das Ereignis coronabedingt ins Internet ausweichen.Einziges Trostpflaster für alle: Aus den Erfahrungen von 2021 konnte man lernen und so dieses Mal eine Veranstaltung im Foyer des „jungen Welt“-Verlags in der Torstraße bieten, die sich in puncto Professionalität und Struktur durchaus sehen lassen kann.Der Schwerpunkt der 27. RLK-Auflage war hingegen weniger erbaulich: Angesichts überall schwelender und ausbrechender Konflikte auf allen Kontinenten stand die Kriegs-, oder besser, die Friedensfrage im Fokus. Nicht nur das Säbelrasseln der Nato an der russischen Westgrenze wird lauter, sondern auch die Spannungen im Südchinesischen Meer gegenüber der anrainenden Volksrepublik nehmen zu. Zudem gibt es die Krisenherde in Afghanistan, Äthiopien, Jemen, Syrien, Westafrika und anderswo, die Millionen von Menschen zu Vertriebenen machen. Die Corona- wie die Klima-Problematik tut ihr übriges. So lautete das Motto dieses Jahr:„Krieg und Leichen – die letzte Hoffnung der Reichen: Hände weg von Russland und China!“Eine Stimme aus Russland beginnt klar und deutlichNach der Einleitung durch die Schauspielerin und Aktivistin Esther Zimmering und den Verlagsleitungsstellvertreter Sebastian Carlens begann die Konferenz musikalisch mit dem „Skazka Orchester“ sowie einem Kunst-Exkurs. Dann ging das Wort an einen Russen – Dmitri Nowikow, stellvertretender Vorsitzender der Kommunistischen Partei Russlands, sprach mit Simultanübersetzung über die aktuellen Gefahren für sein Mutterland und die Welt.Anfangs wiederholte er mahnend die Worte des UN-Generalsekretärs António Guterres über die aktuell größten Kämpfe für die Menschheit: die Pandemie, wachsende Ungleichheit und den Klimawandel. Konflikte und Spannungen rund um den Globus schufen weitere Sorgen für die Weltgemeinschaft, denn so bilde sich um die Volksrepublik China „herum ein Konfliktbogen, in der Ukraine fließt Blut, in Äthiopien herrscht Krieg“. Im aktuell innerpolitisch erschütterten Kasachstan könne zudem eine Situation wie nach 2014 in der Ukraine entstehen, in der der Westen versucht, die Lage für sich auszunutzen und sich in Stellung zu bringen – nicht nur gegen Russland.Unter dem Vorwand der Menschenrechte versuchen besonders die USA und ihre Alliierten – unter anderem Tonga, Kolumbien oder die Philippinen, wo jene Rechte stark eingeschränkt sind – „die Welt zu retten“. Nowikow sieht hier vor allem transnationale Konzerne als treibende Kraft des Westens, den schon in der Pandemie gestiegenen Profit durch Aggressionen auf „Kosten der Armen“ in der Welt zu mehren. Sein Fazit: Die Globalisierung habe die Welt weder sicherer noch besser gemacht.Neuer Kalter Krieg, Wirtschaftskraft Vertreibung und Frieden mit RusslandAnschließend folgte ein zugeschaltetes Referat mit Fiona Edwards von der Kampagne „No Cold war“ über die zunehmend offeneren westlichen Aggressionen gegen die Volksrepublik China. Danach sprach Lucia Pradella über die wirtschaftliche Rolle afrikanischer Flüchtlinge, die teilweise als Sklaven in Libyen angeboten werden, für die Wirtschaft der Europäischen Union.Von links bis rätselhaft – Liebknecht-Luxemburg-Demo vereint auch 2022 politische Linke DeutschlandsNach einer Pause mit Kultur und Erinnerung führte Carlens vor Ort ein Interview mit Franz Haslbeck vom „Anti-Siko-Bündnis“. Es organisiert jedes Jahr Proteste gegen die „Münchner Sicherheitskonferenz“ im Februar, die in seinen Augen eine „Nato-Kriegsvorbereitung unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ darstelle. Denn nur seltene, explizite Einladungen erlauben die Teilnahme am Treffen von Vertretern aus Rüstungsindustrie, Militär, Wirtschaft und Politik. Angesichts der Spannungen in Osteuropa fasst Haslbeck zusammen:„Frieden in Europa und auf der Welt kann es nur mit und nicht gegen Russland geben.“Deutschlands Jugend gegen den Kriegskurs der BundesregierungDem Interview Haslbecks schlossen sich drei weitere Veranstaltungspunkte an: Zuerst eine Gesprächsrunde zum 50. „Jubiläum“ des sog. „Radikalenerlasses“ in der Bundesrepublik; dann ein Interview mit einem afroamerikanischen Journalisten zur Situation des Gefängniswesens in den USA und dem herrschenden Kapitalismus, einem „System, das nach Krieg“schreie; und zuletzt ein Gespräch mit dem ehemaligen bolivianischen Präsidialminister unter Evo Morales, Juan Ramón Quintana, zum Kampf der USA und rechter Kräfte gegen Demokratiebewegungen in Südamerika.Ein kleiner Höhepunkt für besonders jüngere Zuschauer war sicher das Jugendpodium, das die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) moderierte. Neben einem eigenen Vertreter aus dem Bundesvorstand waren noch eine Landessprecherin der Linksjugend „Solid“ und eine Bundesvorstandsvertreterin der türkischstämmigen Föderation der Demokratischen Arbeitervereine (DIDF) anwesend. Gemeinsam diskutierten sie die Auswirkungen der letzten Bundestagswahl sowie den Kurs der Ampel-Koalition für die deutsche Jugend.Man war sich einig, dass der Jugend mit Deutschlands Aufrüstung, dem verschobenen Atomausstieg, der mangelnden Förderung des Bildungswesens und der Mobilisierung gegen Russland keine Perspektiven geboten werden. Dagegen müsse man sich in Betrieben und Schulen gemeinsam organisieren. Für die „Solid“ in Berlin laute eine Gefahr, dass der Volksentscheid zur „Enteignung von Deutsche Wohnen und Co.“ unter der neuen Berliner Landesregierung „in der Schublade verschwinden“ könne. Und das sei der Grund gewesen, mit der Berliner Linkspartei zu brechen und sich der R2G-Koalition entgegen zu stellen.Sanktionen, Assange, Menschenrechte – die Rolle der westlichen MedienNach einem kurzen Kulturprogramm, geleitet von der Zeitschrift „Melodie & Rhythmus“, standen zwei Referenten zu dem Thema „Gleichschaltung der Medien: Manipulation vor Information“ bereit. Aufgrund technischer Probleme konnte sich der zweite Referent – niemand anders als der ehemalige britische Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn – erst später zuschalten. So begann die libanesisch-US-amerikanische Journalistin Rania Khalek ihren informierenden Vortrag zur Rolle der Medien in den Vereinigten Staaten.Diese seien überwiegend im Besitz einiger weniger Milliardäre und auf einer Linie mit dem US-Außenministerium, schwiegen deshalb zur schädlichen Sanktionspolitik des Landes gegen andere Staaten wie Venezuela, Kuba, China oder Russland. Stattdessen übernähmen sie unkritisch die Begründungen der USA, dass das Land ein „Kampf der Menschenrechte“ führe und gaben auch noch den Opfern der verheerenden Außenpolitik die Schuld.Die Freiheit und die Andersdenkenden – zum 150. Geburtstag von Rosa LuxemburgNachdem die technischen Probleme gelöst waren, kam endlich der ehemalige Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn mit einem kurzen Referat zu Wort. Für ihn war die Niederlage seiner Partei in Großbritannien 2019 eine Folge der Berichterstattung durch die Medien, weil jene den Fokus auf die Kritik Corbyns an der „Apartheids-Politik“ Israels im Westjordanland und dem Gaza-Streifen legten und es als Antisemitismus deuteten. Dazu sagte er:„Doch ich bin Antirassist und werde als Antirassist sterben.“Gleichzeitig ignorierten sie wichtige Themen wie die Einschränkung der Informationsfreiheit, hier nannte er die britische Behandlung des in Isolationshaft befindlichen Julian Assange, an dem ein Exempel für alle Whistleblower statuiert werden solle. Oder aber die Privatisierung der staatlichen Gesundheitsversorgung NHS in Großbritannien, während Pharmaunternehmen weltweit in der Corona-Pandemie erlaubt wurde, ihre Profit-Maximierung voranzutreiben.Für Corbyn ist es essentiell, dass es nicht zu einem neuen Kalten Krieg komme, weshalb der Dialog der Nato mit Russland und China vorangetrieben werden müsse. So sollen Menschenrechte geschützt, nukleare Abkommen zur Abrüstung erneuert und Flüchtlinge, die durch die vor allem vom Westen geschürten Konflikte ihre Heimat verlassen mussten, endlich Asyl finden. Gegenüber letzteren hätten besonders britische Medien in den letzten Jahren immer größere Hetzkampagnen geführt, anstelle nach den Ursachen zu schauen.



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Author: An Open Letter

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