Altersarmut für alle! Umwandlungsverbot schließt Normalverdiener von der Vermögensbildung aus!



Worum geht es?
Bislang konnten Eigentümer von Mehrfamilienhäusern durch die Erlangung einer sogenannten Abgeschlossenheitsbescheinigung beim zuständigen Bauamt und der sog. Teilungserklärung gegenüber dem Grundbuchamt ein normales Grundstücksgrundbuch in mehrere Wohnungsgrundbücher umwandeln. Das ist die Voraussetzung dafür, einzelne Wohnungen, im Volksmund „Eigentumswohnung“ veräußern zu können. Das soll nun weitestgehend verboten werden.

Welche Gründe werden von der Politik für das Umwandlungsverbot angeführt?

Als Begründung wird der Schutz vor Verdrängung von Mietern angeführt. Es ist zudem erklärtes Ziel, den Bestand von Mietwohnungen hoch zu halten um Preissteigerungen am Markt zu verhindern.

Wir wollen mal genauer hinschauen! Erstens, ob durch Umwandlung überhaupt ein höheres Verdrängungsrisiko besteht und zweitens, ob der Bestand an Mietwohnungen durch Umwandlung wirklich sinkt.

Nach der Umwandlung eines Mehrfamilienhauses wird eine vermietete Wohnung automatisch zu einer vermieteten Eigentumswohnung. Es bleibt also eine Mietwohnung! Es gilt der gesetzliche Grundsatz „Kauf bricht Miete nicht“! Zudem erlangt der Mieter einen deutlich erhöhten Schutz gegen eine Eigenbedarfskündigung überhaupt erst durch die Umwandlung. Mindestens 3 Jahre, in den meisten Großstädten sogar 10 Jahre. Auch wenn uns das immer wieder vermittelt werden soll, spielt eine Verdrängung durch Eigenbedarf jedoch in der Realität kaum eine Rolle. Das belegt auch die Statistik des Deutschen Mieterbundes. Die Befassungsquote wird hier mit unter 0,1% angegeben. Regelmäßig wird behauptet, dass Mieter nach Umwandlung auch einem erhöhten Verdrängungsrisiko durch sogenannte Luxusmodernisierung ausgesetzt sind. Dieses Argument ist nicht nachvollziehbar und wird von der Politik immer so gedreht, wie es sich populistisch gerade am besten anhört. Dem privaten Kleinvermieter wird dadurch ja eine aggressivere Modernisierungspolitik als professionellen Großvermietern unterstellt. In der Realität ist es genau andersherum. Private Kleinvermieter sind in der Regel eher an einem harmonischen Verhältnis zu Ihrem Mieter interessiert als Großvermieter, die in der Regel garkeinen persönlichen Kontakt zu Ihrem Mieter halten, weil sie von Hausverwaltungen vertreten werden. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe unter den Vermietern, wie in jeder anderen Branche auch. Von der linksgerichteten Medienlandschaft und der Politik werden für diese Ausnahmen aber alle Vermieter, darunter X % private Kleinvermieter in Deutschland, pauschal in Sippenhaft genommen. Dass Vermieter (groß oder klein) im Rahmen der gesetzlichen Schranken grundsätzlich wirtschaftliche Interessen verfolgen ist legitim und nachvollziehbar. Durch den Verkauf einer vermieteten Eigentumswohnung entsteht auf jeden Fall dadurch kein erhöhtes Verdrängungsrisiko und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verändert sich ebenfalls nicht.

Verkauft der Eigentümer eine freie Wohnung an einen Eigennutzer wird kein Mieter verdrängt. Die Wohnung ist zwar keine Mietwohnung mehr, aber eine Verknappung des Marktes entsteht nicht. Das Angebot an Mietwohnungen verringert sich zwar um diese Wohnung, aber dasselbe passiert ja auch auf der Nachfrageseite. Wer in seiner eigenen Wohnung wohnt, entfaltet ja auch keine Nachfrage als potentieller Mieter mehr.

Verkauft der Eigentümer eine freie Wohnung an einen Kapitalanleger wird ebenfalls kein Mieter verdrängt. Der Kapitalanleger würde die Wohnung wieder vermieten, um einen Ertrag auf sein eingesetztes Kapital zu erzielen. In diesem Falle wäre es dann eine vermietete Eigentumswohnung, aber eben weiterhin eine Mietwohnung, die dem Markt als solche zur Verfügung steht.

Alle weiteren Informationen findet Ihr unter ihhwb.de

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Author: In Hamburg Wohnen Bleiben!

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